Verein für Ugandischen Austausch (VUGA e.V.)

kuvuga bedeutet "vorwärts gehen" oder "fahren"
Luganda
meist verbreitetste Sprache im zentralen Süd-Uganda

Es steht für die Motivation und Begeisterung, mit der wir in Uganda empfangen wurden, von der wir gelernt haben und mit der wir in unsere Arbeit gehen. Gemeinsam mit unseren ugandischen Partnern und von ihnen angetrieben.

Als anerkannte Entsendeorganisation im Freiwilligenprogramm weltwärts schicken wir jedes Jahr acht bis zehn junge Erwachsene aus Deutschland im Alter von 18-27 Jahren für 13 Monate in unsere Partnerprojekte in Uganda. Dafür wurden wir von QUIFD (Qualität in Freiwilligendiensten) zertifiziert. Außerdem sind wir Teil des Qualitätsverbunds ventao. Als Gemeinschaft von ehemaligen Freiwilligen und ugandischen Projektpartnern und Betreuer:innen begleiten wir die Freiwilligen durch ihren Lernprozess, den sie in diesem Jahr durchlaufen. Sehr gerne würden wir auch in Deutschland ugandische Freiwillige aufnehmen und haben uns dies auch als Vereinsziel gesetzt. Im Moment sind unsere personellen und finanziellen Ressourcen noch nicht ausreichend dafür. Wir sind aber zuversichtlich, möglichst bald auch einen Süd-Nord Austausch umsetzen zu können.

Freiwillige der 3. Generation und Partnervertreter:innen
Freiwillige der dritten Generation und Vertreter:innen der Partnerorganisationen

Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen

Als Entsendeorganisation ist es unser Ziel, dass die Freiwilligen mit Hilfe der Erfahrungen, die sie durch das Leben in ihrer Gastfamilie, in der Partnerorganisation und in der ugandischen Gesellschaft sammeln, zu einem reflexiven Lernprozess befähigt werden. Dazu gehört, dass sie lernen, sich in einer fremden Kultur anzupassen, ein vorurteilsfreieres Denken und Handeln zu entwickeln sowie globale Machtverhältnisse und deren Auswirkung auf unser Verhalten zu verstehen. Damit wollen wir langfristig zum Aufbau einer auf gegenseitiges Verständnis ausgerichteten, globalen Gesellschaft beitragen.

Projektkoordinatorin Trina mit ihrer Freiwilligen Franzi
Projektkoordinatorin Trina mit der Freiwilligen Franzi

Auf der deutschen Seite des Vereins bestehen wir ausschließlich aus ehemaligen Freiwilligen, die selbst an einen Lerndienst in Uganda teilgenommen haben und ihre Erfahrungen weitergeben wollen. Neben den ca. 15 aktiven Mitgliedern in Deutschland setzt sich auf ugandischer Seite vor allem Trina für den Verein ein. Sie koordiniert unser Netzwerk in Uganda seit der Gründung von VUGA e.V. im Jahr 2013. Trina begleitet die Arbeit der Freiwilligen in ihrer Einsatzstelle und sucht die Gastfamilien für sie aus. Wir legen einen großen Wert auf eine möglichst hohe Gleichberechtigung zwischen der deutschen und der ugandischen Seite bei der Umsetzung des Freiwilligendienstes und der Auswahl der Freiwilligen. Das heißt: Die zehn Partnerorganisationen werden bei allen Entscheidungen bezüglich der Freiwilligen mit einbezogen. Sie organisieren zusammen mit Trina jedes Jahr eine Woche Vorbereitungsseminar in Uganda für die neuen Freiwilligen und sind bei den Zwischenseminaren stark eingebunden. Darüber hinaus tragen sie über regelmäßigen Feedbackrunden zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Freiwilligenprogrammes bei.

Unser Vorstand und die Rolle der Freiwilligen

Vorstand 2020
Der Vorstand seit Oktober 2020: Hye-Seon, Jana, Anna (oben, v.l.n.r.), Eva, Jule (unten)

 Als Rückkehrerverein und Entsendeorganisation ist es uns sehr wichtig, die Freiwilligen von Anfang an mit an der Vereinsarbeit zu beteiligen. Schon während ihres Dienstes sind sie wichtigen Repräsentant:innen, Mitglieder und Beobachter:innen unseres Vereins. 

Darüber hinaus wirken ehemalige Freiwillige bei VUGA auch nach ihrem Dienst, mit. Neben den Vorstandstätigkeiten übernehmen sie kleinere Vereinsaufgaben wie den Newsletter oder unsere Facebookseite, berichten bei selbst organisierten Vorträgen über die Vereinsarbeit und/oder arbeiten weiter mit ihren ehemaligen Partnerprojekten zusammen. VUGA erreicht dadurch einen sehr direkten Beitrag zum Rückkehrerengagement bei weltwärts. So gelingt es uns, die Perspektiven und Stimmen der Freiwilligen auch in der zivilgesellschaftlichen Arbeit in Deutschland in den Mittelpunkt zu stellen.

Selbstverständnis als Entsendeorganisation

Als Austauschorganisation wollen wir eine Fläche für vielfältige Formen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Ugander:innen und Deutschen bieten. Wir stehen gegen jede Form der Diskriminierung ein und wollen in unserer pädagogischen Arbeit vor allem eine rassismuskritische Perspektiven im Freiwilligendienst integrieren. In unser täglichen Arbeit verpflichten wir uns dabei zur vollen Transparenz gegenüber den Freiwilligen und den ugandischen Partnern. Als Vertreter:innen einer modernen partnerschaftlichen Zusammenarbeit beschäftigen wir uns selbstkritisch mit globalen Ungleichheiten und versuchen in unseren Vereinsstrukturen postkolonialen Perspektiven zu vertreten und zu integrieren. Das bedeutet für uns vor allem, westliche Werte nicht als universell gemeingültig zu betrachten und ugandischen Partnern im Freiwilligenprogramm die Entscheidungshoheit in ihren Arbeitsbereichen nicht zu nehmen. Die Partnerorganisationen leisten den Großteil unserer Vereinsarbeit und haben den größten Einfluss auf die Lernerfahrungen der Freiwilligen. Folglich wird auch die pädagogische Arbeit vor Ort finanziell angemessen entlohnt. Gemeinsam sehen wir uns erst am Anfang unseres Weges und freuen uns bei jeder Gelegenheit, zusammen die spannende Frage zu diskutieren, was ein weltwärts Freiwilligendienst in Uganda erreichen kann oder soll.

Thea erhält ihr Rutooro-Sprachkurszertifikat von ihrer Lehrerin.

Leitbild

Du kannst unser Leitbild auf Deutsch und auf Englisch herunterladen.